BEM Maßnahmen


BEM Verfahren

Leider gibt es beim BEM kein Schema F, nach dem sich verfahren ließe. Vielmehr müssen die individuellen Belange eines jeden Unternehmens betrachtet werden, um so ein spezifisches BEM-Verfahren entwickeln zu können. Wenn Sie folgende Punkte für Ihr betriebliches Eingliederungsmanagement beachten oder zumindest in Betracht ziehen, sollten Sie allerdings schon auf einem guten Weg sein:

Zu klärende Punkte im BEM-Verfahren

  • Legen Sie in einer Betriebsvereinbarung den Ablauf und beteiligte Personen Ihrer BEM-Maßnahmen fest und kommunizieren Sie diese auch
  • Vergessen Sie nicht, Ihren Betriebsrat, sofern vorhanden, bei der Planung von Anfang an mit einzubeziehen
  • Unterrichten Sie Ihren betroffenen Mitarbeiter rechtzeitig per schriftlichem Anschreiben von geplanten BEM-Maßnahmen. Wie hat dieses auszusehen, gibt es Musteranschreiben?
  • Kündigen Sie in dem Anschreiben auch bereits einen Termin für ein persönliches Gespräch mit, um Detailaspekte und Fragen des Mitarbeiters klären zu können
  • Fertigen Sie von dem Gespräch ein Gesprächsprotokoll an, um die Ergebnisse des Gesprächs sauber dokumentieren zu können
  • Bilden Sie als Disability Manager sich weiter, da jedes Unternehmen andere Voraussetzungen für das BEM hat. Profitieren Sie von Erfahrungen oder besuchen Sie eine Weiterbildung

Schaubild zum Ablauf eines betrieblichen Eingliederungsmanagements

Folgendes Schaubild aus dem Seminar „Das betriebliche Eingliederungsmanagement in der Praxis“ aus dem Verlag Dashöfer beschreibt einen grundsätzlich denkbaren Ablauf:Ablauf betriebliches Eingliederungsmanagement

 Quelle: Seminar „Betriebliches Eingliederungsmanagement und krankheitsbedingte Kündigung“ / Verlag Dashöfer GmbH

Beteiligte im betrieblichen Eingliederungsmanagement

Die beteiligten Akteure in einem BEM-Prozess lassen sich aufgrund des folgenden Schaubilds aus dem Seminar „Betriebliches Eingliederungsmanagement und krankheitsbedingte Kündigung“ aus dem Verlag Dashöfer gut darstellen:

Interne und externe Ansprechpartner betriebliches Eingliederungsmanagement

 Quelle: Seminar „Betriebliches Eingliederungsmanagement und krankheitsbedingte Kündigung“ / Verlag Dashöfer GmbH

Ein erster Schritt stellt die Betriebsvereinbarung über ein betriebliches Eingliederungsmanagement dar.


Das BEM Gespräch

Nach erfolgtem Anschreiben des betreffenden Arbeitnehmers ist es an der Zeit, ein Gespräch zwischen dem Disability Manager und dem Arbeitnehmer stattfinden zu lassen, wo dem Arbeitnehmer die geplanten Maßnahmen und erhofften Ziele im Rahmen seiner beruflichen Wiedereingliederung erläutert und dargelegt werden. Fragen, die bei dem Mitarbeiter mit Sicherheit auftreten, können in einer unangespannten Atmosphäre beantwortet werden. Ziel des Gesprächs ist es, gemeinsam und unvoreingenommen eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten annehmbar ist.

BEM Gespräch
Das BEM Gespräch: obligatorisch
Bild: Konstantin Gastmann / pixelio

Maßnahmen erläutern und prüfen

Vorausgesetzt, der Arbeitnehmer zeigt sich einverstanden (andernfalls ist ein BEM nicht notwendig), müssen die angedachten Maßnahmen besprochen und geprüft werden. Machen Maßnahmen aus Sicht des Disability Managers und des Arbeitnehmers keinen Sinn bzw. sind realistisch gesehen nicht umsetzbar, ist ein BEM ebenfalls nicht vonnöten.

 💡 BEM-Tipp: Fertigen Sie unbedingt ein schriftliches Gesprächsprotokoll an, in dem alles besprochene festgehalten wird. So können spätere Streitigkeiten im Vorfeld verhindert werden. Um das Besprochene „wasserdicht“ zu machen, empfiehlt es sich, das Protokoll von allen Beteiligten unterschreiben zu lassen.

Verwirrt ob der ganzen Eventualitäten? Das Praxis-Seminar „Das betriebliche Eingliederungsmanagement in der Praxis“ entwirrt das Fragenknäuel und gibt Ihnen gut verständliche Antworten, garantiert durch Fachreferenten aus der Praxis.


Betriebliches Eingliederungsmanagement und Kündigung

Wiedereingliederungsmöglichkeiten BEM prüfen

Bild: Ben Dobrunz / pixelio

Vor einer Kündigung muss geprüft werden, ob ein betriebliches Wiedereingliederungsmanagement sinnvoll durchgeführt worden ist oder ob Gründe vorlagen, welche die Durchführung des BEM nicht bedingten.

Prüfungsergebnisse schriftlich dokumentieren

Es ist sowohl aus Arbeitgeber- wie auch aus Arbeitnehmersicht sehr zu empfehlen, die Ergebnisse dieser Prüfungen schriftlich zu dokumentieren, um so bereits im Vorfeld (Rechts-) Streitigkeiten verhindern zu können.

Empfehlung: Weiterbildung für Disability Manager

Entsprechene Prüfpunkte sind dabei natürlich abhängig von den Spezifikationen des jeweiligen Unternehmens. Wie Sie das Thema „BEM und Kündigung“ am besten umsetzen,  lernen Sie bei den Seminaren vom Verlag Dashöfer. Experten aus der Praxis legen Ihnen dieses komplexe Thema verständlich dar.

 


Wiedereingliederung nach Krankheit

Um ehemals arbeitsunfähige Mitarbeiter nach überstandener Krankheit nach den betriebsinternen Richtlinien des BEM wiedereingliedern zu können, müssen Sie folgendes in die Wege leiten bzw. beachten:

Eckpunkte einer Wiedereingliederung nach Krankheit

Expertenwissen zahlt sich aus

Für eine Vertiefung und für Klärung von Detailfragen empfehlen wir Ihnen den Besuch der Praxis-Seminare „Das betriebliche Eingliederungsmanagement in der Praxis“ sowie „Betriebliches Eingliederungsmanagement und krankheitsbedingte Kündigung„, beide aus dem Verlag Dashöfer.