Stufenweise Wiedereingliederung


Wiedereingliederung nach Krankheit: wer zahlt das Gehalt?

Auch bei der Frage „wer zahlt das Gehalt?“ muss wieder zwischen gesetzlich versicherten Arbeitnehmern und Beamten unterschieden werden.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer

Da gesetzlich versicherte Arbeitnehmer während der Wiedereingliederungsmaßnahmen weiterhin krankgeschrieben sind, erhalten Sie Krankengeld von ihrer Krankenkasse beziehungsweise Übergangsgeld von der Rentenversicherung.

Hier liegt auch ein starkes Argument für den Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber bzgl. Maßnahmen begründet: Es entsteht keinerlei finanzielles Risiko für den Arbeitgeber bei gleichzeitiger möglicher Erhaltung des Arbeitsplatzes für den Arbeitnehmer.

Wieder eingliederung nach Krankheit für Beamte

Beamte gelten während der Wiedereingliederungsmaßnahmen jedoch als (beschränkt) diensttauglich, weshalb sie ihren Sold weiterhin vom Dienstherren beziehen.

Weitere Unterschiede zwischen gesetzlich Versicherten und Beamten bei der Wiedereingliederung

Die Frage nach dem Gehalt ist also geklärt. Doch wie sieht es mit Urlaubsansprüchen aus?

Wenn Sie nicht nur diese, sondern weitere Fragen rund um das Thema BEM haben, dann besuchen Sie doch am Besten ein Fachseminar vom Verlag Dashöfer, um eine fachkundinge Antwort zu erhalten.


Wiedereingliederung nach Krankheit: Urlaubsanspruch

Die Frage nach Urlaubsansprüchen während der Zeit der Wiedereingliederungsmaßnahmen ist ähnlich wie die Frage nach dem Gehalt zu beantworten und auch hier unterscheiden wir zwischen normal gesetzlich Versicherten und den Urlaubsansprüchen von Beamten bei der Wiedereingliederung nach Krankheit:

Urlaubsansprüche gesetzlich Versicherte

  • Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer sind während der Maßnahmen weiterhin krankgeschrieben. Ein Anspruch auf Urlaub entsteht daher nicht.

Urlaubsansprüche Beamte

  • Beamte gelten als (beschränkt) diensttauglich, weshalb ein Anspruch auf Urlaub entsteht.

Besuchen Sie dazu am Besten ein Fachseminar vom Verlag Dashöfer zu dem Thema, um Ihre Kenntnisse zu vertiefen bzw. aufzufrischen.


Wiedereingliederung / Hamburger Modell für Beamte

Eine stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) ist auch für Beamte möglich. Jedoch gibt es erhebliche Unterschiede zu dem Hamburger Modell für gesetzlich versicherte Mitarbeiter.

Unterschiede Hamburger Modell für Beamte zur stufenweisen Wiedereingliederung gesetzlich Versicherter

Der Unterschied zwischen Beamten und „normalen“ Arbeitnehmern besteht im Wesentlichen in der Arbeitsfähigkeit.

Während Beamte während der Wiedereingliederungsmaßnahmen als diensttauglich gelten, sind die übrigen Arbeitnehmer weiterhin krankgeschrieben.

Unterschiede für Beamte auch bei der Frage nach dem Gehalt/ Sold und Urlaubsansprüche

Hier begründet liegt die Antwort auf die Frage, wer während der BEM-Maßnahmen das Gehalt bzw. den Sold des Mitarbeiters bzw. Beamten bezahlt. Auch bezüglich eines etwaigen Urlaubsanspruches ist dieser Umstand maßgeblich.

Die stufenweise Wiedereingliederung nach dem Wiedereingliederungsplan ist auch für Beamte sehr zu empfehlen.


Wiedereingliederung nach Krankheit

Um ehemals arbeitsunfähige Mitarbeiter nach überstandener Krankheit nach den betriebsinternen Richtlinien des BEM wiedereingliedern zu können, müssen Sie folgendes in die Wege leiten bzw. beachten:

Eckpunkte einer Wiedereingliederung nach Krankheit

Expertenwissen zahlt sich aus

Für eine Vertiefung und für Klärung von Detailfragen empfehlen wir Ihnen den Besuch der Praxis-Seminare „Das betriebliche Eingliederungsmanagement in der Praxis“ sowie „Betriebliches Eingliederungsmanagement und krankheitsbedingte Kündigung„, beide aus dem Verlag Dashöfer.


Das Krankenrückkehrgespräch

Zu einer erfolgreichen stufenweisen Wiedereingliederung (auch Hamburger Modell genannt) gehört das Krankenrückkehrgespräch. Hier wird zwischen Disability Manager und Mitarbeiter gemeinsam festgelegt, in welchem zeitlichen Rahmen welche Maßnahmen zur erfolgreichen Wiedereingliederung getroffen und durchgeführt werden sollen.

Das Krankenrückkehrgespräch professionell vorbereiten

Um dem Gespräch einen für alle Beteiligten angenehmen Rahmen zu geben, sollten ein paar Punkte beachtet werden:

  • Rahmenbedingungen (z.B. Raum, Zeit, Ort)
  • Aufbau des Gesprächs (WAS wird besprochen?)
  • Ablauf des Gesprächs (WIE wird besprochen?)
  • Umgang mit möglichen Konflikten
  • Welche Lösungsansätze können geboten werden?
  • Dokumentation des Gesprächs

Damit Sie gut auf das Krankenrückkehrgespräch vorbereitet sind, empfehlen wir Ihnen den Besuch des Praxis-Seminars „Das betriebliche Eingliederungsmanagement in der Praxis“ aus dem Verlag Dashöfer. Ein Experte aus der Praxis sowie ein Rechtsanwalt erläutern Ihnen gut verständlich alles Wissenswerte.